Freitag 22. April 2011 von Christian Johner
Eigentlich wollte ich an dieser Stelle Jörgs Arbeitgeber für sein finanzielle Engagement danken, hatte den Blogbeitrag bereits geschrieben. Jetzt erfahre ich, dass Jörg für seinen humanitären Einsatz seine Überstunden abgleitet. Ich habe nur Respekt:
Einen Monat dieser Sache zu widmen, auf eigene Kosten. Ich weiß auch etwa, was es bedeutet, einen Monat keine richtige Dusche zu haben. Einen Monat keinen Sport treiben zu dürfen. Einen Monat auf den raschen Zugang zu medizinischer Hilfe zu verzichten. Einen Monat ohne die gewohnten sozialen Kontakte zu leben.
Zum Glück gibt es solche Menschen. Kein Wunder, dass sich die Kirche solcher Menschen gleich bemächtigt
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Mittwoch 20. April 2011 von Christian Johner
Je länger Jörg in Ghana bleibt, umso mehr kommt er mit den alltäglichen Herausforderungen eines weißen Mannes in Schwarzafrika in Berührung. Wie würden Sie sich in diesen Situationen verhalten:
- Ihnen wird zum Essen eine Schildkröte angeboten.
- Man legt Ihnen nahe, in eine Kirche einzutreten.
- Die nette Dame bitte Sie, sie zu heiraten und mit ihr nach Deutschland zu gehen.
Jörg entscheidet sich auf jeden Fall für die sichere Variante: Er wirft sich in Landestracht und übernimmt mit dem König die Tagesgeschäfte
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Dienstag 19. April 2011 von Christian Johner
Das Bild, das sich Jörg, “unserem Mann in Ghana”, zeichnet, ist widersprüchlich: Auf der einen Seite bestätigt er, dass er fast überall Mobilfunkempfang hat.

Auf der anderen Seite funktioniert der Datenaustausch weder über die Mobilfunknetze noch über die klassischen Netze ausreichend zuverlässig:
Mit 500B/s versucht Jörg zu zu mailen und zu surfen. Nicht mit 500kB/s, nicht mit 500MB/s und schon gar nicht mit 500GB/s. Mit 500B/s.
Das ist hart. Es macht aber auch klar, dass für die nächste Zeit realistisch nur unser Projekt Call2Learn Aussicht auf Erfolg hat. Die anderen Projekte treiben wir weiter voran und hoffen, dass der Ausbau der Mobilfunknetze möglichst rasch erfolgt
Wirklich überraschend ist diese Erkenntnis für uns aber nicht. Genau deshalb arbeiten wir mit der “Nursing School” in Sewfi Wiawso daran, die Lehrinhalte für Call2Learn zu strukturieren und zu erstellen.
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Sonntag 17. April 2011 von Christian Johner
Mit Jörg in Kontakt zu bleiben, ist nicht einfach: Nicht immer funktionieren die Leitungen ins Ausland. Internet gibt es nur sporadisch. Und doch erreichen mich Jörgs erste Eindrücke:
Afrika – mit einem Schlag ändert sich auch für ihn wieder alles: Kinderscharen laufen zusammen, um den weißen Mann zu begrüßen. Hier leben Menschen in — aus unserer Sichtweise — armseligen Verhältnissen, erscheinen aber glücklich. Sie feiern selbst Beerdigungen wie ein Volksfest. Man lebt in den Alltag, das Konzept langfristiger Planung erscheint unbekannter. Jörg schmerzt es zu sehen, wie rücksichtlos man mit der Natur umgeht: Der Regenwald wird rücksichtlos gebranntrodet, die Lastwagen verpesten mit schwarzen Rußwolken die Luft, Altöl lässt man ins Erdreich versickern.
Jörg hat einige Erfahrungen in Ländern der Dritten Welt sammeln können. Doch der Umgang mit der ghanaischen Administration lässt ihn dann doch ein wenig verzweifeln. Jörg hört — genau wie Thomas und ich — viele Versprechnungen. Und auch die gleichen Forderungen trägt man an ihn heran: Welche Projektpläne er abzugeben und wo er was zu installieren hätte. Und Jörg genießt die Dinge, die uns in Europa so selbstverständlich erscheinen: Eine Dusche mit fließendem Wasser…
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Samstag 16. April 2011 von Christian Johner
Jörg Lesch in Ghana
Unser Afrika-Projekt lebt. Mit Jörg Lesch haben wir einen Mitstreiter gefunden, der gleich einen ganzen Monat in Ghana ist. Seine ersten 10 Tage haben ihn durch viele Teile des Landes geführt (s. Abb.).
Ich bin sehr glücklich über diese großartige Verstärkung und halte Sie mit weiteren Blogbeiträgen auf dem Laufenden.
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Dienstag 8. Februar 2011 von Christian Johner
Nach den Stanford-Reports wieder neue Folgen des Ghana-Reports? Es sieht zumindest danach aus. Doch dieses Mal werde ich nicht selbst nach Afrika fliegen: Wir haben einen weiteren Mitstreiter gefunden, der plant, gleich für mehrere Wochen vorort an den Projekten call2learn und “mobile library” zu arbeiten. Arbeit gibt es jedenfalls noch unendlich viel. Ich halte Sie auf dem Laufenden.
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Mittwoch 25. August 2010 von Christian Johner
Zwar nicht ganz ausgeschlafen, aber frisch geduscht geht es mit dem Zug den letzten Teil der Reise Richtung Heimat. Zeit eine erste Bilanz zu ziehen:
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Dienstag 24. August 2010 von Christian Johner
Über zwei wunderbare Überraschungen dürfen wir uns am Flughafen freuen. Damit hatten wir wirklich nicht gerechnet, denn der Tag hatte gar nicht so besonders begonnen.
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Dienstag 24. August 2010 von Christian Johner
Unser Fahrer John hat heute einen anstrengenden Tag. Der erste Teil der Rückreise beginnt: Acht Stunden dauert die Fahrt nach Accra. Ich habe nicht mehr ganz so viel Angst wie auf der Herfahrt. Das liegt auch daran, dass John inzwischen besser fährt. Unser König Ben Brafi hat ihm die meisten Verkehrsschilder und die Grundzüge des Überholens erklärt. Zwar bin ich davon überzeugt, dass John schlecht sieht, aber wenigstens fährt er nicht mehr immer auf der Straßenmitte. Den ganzen Beitrag lesen »
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Montag 23. August 2010 von Christian Johner
Heute steuern wir insgesamt vier Kliniken bzw. „Krankenhäuser“ an. Einen Arzt bekommen wir zwar nicht zu sehen, dafür die immer gleichen Probleme:
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