Artikel mit ‘Ghana’ getagged

Ghana Report #6

Donnerstag, 18. Februar 2010

Gleich bin ich daheim. Richtig daheim. Vor über 30 Stunden hat die Reise in Sewfi in der „Western Region“ Ghanas begonnen. Es dauerte den ganzen Tag, bis uns der Geländewagen der Bezirksregierung nach Accra gebracht hat. Fast irritiert sind wir, als wir nach Tagen den ersten weißhäutigen Menschen sehen.

Thomas freut es, dass sein Messer bei der Durchleuchtung nicht auffällt. Im Nachtflug geht es zurück nach Frankfurt. Nie wieder Economy ;-) . 35° Temperaturdifferenz denke ich beim Aussteigen. Meine Jacke ist im Koffer.

Gerädert, überwältigt von Eindrücken und mit einer klaren Vision für das Projekt nähere ich mich meinem Zuhause. Wir sind auf einem hervorragenden Weg!

Christian Johner

Ghana Report #5

Mittwoch, 17. Februar 2010

Starke Bauchkrämpfe lassen keinen Zweifel: Das Frühstück hätte ich besser stehen lassen sollen. Im Nachbarhaus braut sich hingegen ein wirklicher medizinischer Notfall zusammen. Lautes Geschrei erhebt sich. Binnen weniger Minuten haben sich Dutzende Menschen versammelt. Drei Männer schleppen eine schreiende Frau in ein altes Auto und brausen davon. Am Mittag erfahren wir, was passiert ist.

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Ghana Report #4

Mittwoch, 17. Februar 2010

Ein lautes Geräusch reist mich auf dem Schlaf. Die Klimaanlage ist angesprungen. Offensichtlich gibt es wieder Strom im Gästehaus des Ministerpräsidenten. Ich frage mich, wie ich bei dem Krach überhaupt habe einschlafen können. Und döse wieder weg. Doch nur für kurze Zeit. Wie Peitschenknall zieht ein tropisches Gewitter über uns weg. Sein Regen begleitet uns für den ganzen Tag:

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Ghana Report #3

Dienstag, 16. Februar 2010

Christian soll der Kleine heißen. Das beschließt die junge Frau mit dem Neugeborenen im Arm, die wir in unserer ersten Klinik treffen. Denn bis jetzt hat die sehr schwach wirkende Mutter noch keinen Namen für ihr Kind. Trotzdem erwartet man von ihr, dass sie die Clinic bis heute, jedoch spätestens bis morgen früh, also 24h nach Geburt verlassen hat. Dafür wird der hochschwangeren Frau im Nachbarbett ein besonderes „Angebot“ gemacht:

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Ghana Report #2

Samstag, 13. Februar 2010

Es wird ernst. Malaria, Armut und Tod begegnen mir gleich am ersten Tag. Doch der Reihe nach:

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Ghana Report #1

Freitag, 12. Februar 2010

Es sind noch 34°C. Abends um neun. Lufthansa-Flug LH566 hat mich gerade in Accra abgesetzt, der Hauptstadt Ghanas. Bemerkenswerterweise mit zwei Stunden Verspätung wegen Schneefalls in Frankfurt. 40°C Temperaturdifferenz.

Kaum angekommen heißen der stellvertretende Gesundheitsminister von Ghana mit seinem Stab uns, Thomas Erkert und mich, gleich am Flugplatz willkommen. Und auch “unser” König ist schon da, der uns die nächsten Tage durch Ghana begleiten wird.

Noch 1,5h bis in einer andere Welt...

Zum Abendessen stoßen noch der Protokollchef und Verwaltungschef des Gesundheitsministeriums zu uns. Nach nicht immer einfachen Diskussionen kenne ich auch eines der wichtigsten Ziele des Ministeriums in Bezug auf die Gesundheitsversorgung: Jeder Patient soll im Krankenhaus ein Bett bekommen und nicht mehr auf dem Boden schlafen müssen. Alles klar.

Sofern ich die nächsten Tage eine Internetverbindung habe, halte ich Sie über unser Projekt „Healthcare IT for Africa“ auf dem Laufenden. Stay tuned …

Herzlichst, Christian Johner

Johner offline

Samstag, 06. Februar 2010

Im Januar soll es Orte in Deutschland mit nur vier Sonnenstunden gegeben haben. Ab in den Süden wird sich zurzeit mancher wünschen. Genau das werde ich nächste Woche tun. Allerdings nicht der Sonne wegen, sondern um unser Projekt „Healthcare IT for Africa“ voranzutreiben. Mit Thomas Erkert werde ich über eine Woche in Ghana arbeiten.

Daher bin ich vom 11.-18. Februar nicht erreichbar. Bitte ersparen Sie sich den Frust, und versuchen Sie nicht, mich in dieser Zeit zu kontaktieren. Weder per Telefon noch per E-Mail. In dieser Zeit empfangene E-Mails werde ich auch nicht abarbeiten können. Ab dem 19.02. bin ich wieder ganz für Sie da.

Meine Gelbfieber- und Hepatitisimpfungen habe ich bereits, Montag folgt dann die Malariaprophylaxe und ab Mittwochabend bin ich unterwegs. Ich halte Sie auf dem Laufenden…

Beste Grüße, Christian Johner

Und woanders sterben die Menschen…

Samstag, 23. Mai 2009

Heute wurde mir mal wieder klar, wie lächerlich klein die meisten Probleme sind, über die wir so gerne und so ausführlich jammern. Mein Masterstudent Thomas kommt gerade aus Ghana zurück, wo er für seine Masterarbeit recherchierte. Er möchte herausfinden, ob und falls ja wie wir mit IT den Gesundheitssystemen der dritten Welt helfen können. Bei sterbenden Kindern und einer fast nicht vorhandenen Infrastruktur sind die Herausforderungen gigantisch. Andererseits ist es so einfach zu helfen. Hören Sie rein, was Thomas zu berichten hat.

mittendrin Hier gibt es ein Telefon. Die einzige Möglichkeit einen Arzt zu kontaktieren.

Mit nachdenklichen Grüßen, Ihr Christian Johner

PS: Wenn Sie mit Thomas sprechen wollen, der Institutstag wird Ihnen eine gute Gelegenheit sein.

 
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