Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

1. Geburtstag

Donnerstag, 22. Januar 2009

Liebe Interessierte und Abonennten dieses Blogs,

bereits seit einem Jahr gibt es diesen Blog. Begonnen hat es mit dem Beitrag zur Preisverleihung beim Bundespräsidenten. Ich denke, das war ein würdiger Beginn. Seither konnte ich Ihnen berichten über E-Health, das Institut, das Lernen, über medizinische Software und, ja, das Leben.

Zum Geburtstag wünsche ich Ihnen viel Freude und neue Impulse beim Lesen und Hören und diesem Blog, dass die Zugriffszahlen weiter steil nach oben gehen. Bleiben Sie, liebe Leser, mir treu und bringen Sie mich durch Ihre Kommentare weiter auf neue Idee. Für Ihr kontinuierliches Interesse danke ich Ihnen sehr!

Herzliche Grüße, Ihr Christian Johner

IEC 62304 und IEC 62366 sind harmonisiert

Samstag, 17. Januar 2009

Lange hat es gedauert, aber jetzt ist es soweit: die IEC 62304 ist seit dem 28.11.2008 harmonisiert, genau so die IEC 62366. Was bedeutet das für uns Softwareentwickler?

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Hilfe, mein E-Mailpostfach quillt über

Mittwoch, 07. Januar 2009

Über meine (zuerst unfreiwillige) E-Mail-Abstinenz habe ich Ihnen bereits berichtet. Nachträglich sehne ich mich nach diesen Tagen ohne jede E-Mail.

Sie kennen das bestimmt, obwohl man ständig E-Mails beantwortet, wird der Eingangsordner mit den unbeantworteten E-Mails immer voller und voller. Ihr E-Mailclient ist das am meisten genutzte Programm, der Fluch dieses Kommunikationsmediums lastet immer schwerer. Unvorstellbar, dass man sich vor 15 Jahren noch über die Nachricht „you got new mail“ freuen konnte.

Ich habe Ihnen eine kleine Liste zusammengestellt, die Ihnen helfen kann, diese Last ein zu reduzieren. Die meisten der genannten Punkte dürften Ihnen bekannt sein. Aber alle Maßnahmen zusammen werden zu einer spürbaren Entlastung beitragen. (weiterlesen…)

Urlaub – unerreichbar

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Dass Weihnachten die Zeit der Besinnung sein soll, ist sogar mir bekannt. Dieses Jahr habe ich mehr Zeit zum Nachdenken gefunden, als ich zu hoffen gewagt habe. Dabei war es gar nicht schwer: Einfach vergessen, das Netzteil des Notebooks in den Urlaub mitzunehmen, über das übrigens das Handy geladen wird. Schon gab es keine zeitkritischen E-Mails, keine unaufschiebbaren Anrufe und keine wichtigen Webseiten mehr. Selbst die so dringenden Buchungen zum Jahresabschluss ließen sich aufschieben, ohne dass die Erde sofort aufhörte sich zu drehen. Schon interessant, dass der Urlaub so unterreichbar schön war, weil ich unerreichbar blieb…

Feuerwerk

Photo: iStockphoto

Um diese (Grenz-) Erfahrung bereichert, danke ich all denjenigen, denen ich noch E-Mails schulde, für Ihre Geduld und allen, mit denen ich dieses Jahr arbeiten, lernen und leben durfte, von ganzem Herzen.

Ich wünsche Ihnen ein phantastisches Jahr 2009!

Ihr Christian Johner

PS: Silvesteransprachen: Lassen Sie sich von unseren Politikern keine Krise einreden.

PPS: Meine Offline-Phase hat mich bewogen, innerhalb der nächsten Tage einen Blog zum Thema E-Mail-Enthaltsamkeit zu schreiben.

Wollen Sie das wirklich wissen? Risiken der Molekulardiagnostik

Sonntag, 14. Dezember 2008

Professor Sax von der Uni Göttigen wird neuer Dozent am Institut. Er ist auch Mitautor meines Buchs „IT im Gesundheitswesen“. Neulich hat mich auf einen interessanten Artikel in der New York Times hingewiesen. Darin wird über den Google Gründer Sergey Brin berichtet, der seine DNA untersuchen ließ. Man stellte dabei eine Gen-Mutation fest, die man mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit an Parkinson zu erkranken in Verbindung bringt. Brins Mutter, bei der man die gleiche Mutation diagnostizierte, leidet bereits an dieser Krankheit. Jedenfalls hat mich dieser Artikel in mehrerer Hinsicht nachdenklich gestimmt:

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Die Risikomanagement-Matrix

Donnerstag, 20. November 2008

Wenn Sie medizinischer Software herstellen, kennen Sie die Norm ISO 14971 zum Risikomanagement. In dieser Norm wird der Begriff Risiko als eine Kombination aus Wahrscheinlichkeit und Schweregrad eines Schadens definiert. Ein Schaden ist in unserem Kontext eine physische Verletzung eines Patienten. Üblicherweise beschreiben Unternehmen in einer Matrix, welche Risiken sie akzeptieren und welche nicht.

Risikomatrix
Beispielsweise kann ein Patient zu Schaden kommen, weil das KIS einen Laborwert fälschlicherweise als negativ statt als positiv gespeichert hat (ist schon öfters vorgekommen) und in Folge dessen ein falsches Medikament verabreicht wird. Doch wo trägt man in dieses Risiko in der Matrix ein?

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PowerPoint: Bitte fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker

Sonntag, 09. November 2008

PowerPoint verboten

Langsam reift bei mir die Gewissheit, dass PowerPoint die mentale Gesundheit von Anwendern ernsthaft gefährden kann. Ich muss Ihnen erzählen, was ich diese Woche dazu erlebt habe:

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Krankenhäuser aufgepasst: Die IEC 80001 naht

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Wenn Hersteller Medizinprodukte auf den Markt bringen wollen, müssen Sie unzählige Normen und Gesetze einhalten. So werden der Entwicklungs- und Produktionsprozess genauso wie das Produkt selbst streng überwacht. Und auch im Betrieb, z.B. im Krankenhaus, muss dieses Produkt regelmäßig von geschulten Personen überprüft werden. Umso erstaunlicher mag es klingen, dass die Medizinprodukte ohne weitere Prüfungen in IT-Netzwerke eingebunden werden. Diese Netzwerke enthalten Netzwerkkomponenten wie Switches, Router und Kabel ebenso wie Server und weitere Medizinprodukte. Hier wird eifrig verkabelt und verschaltet – ohne darüber nachzudenken, welche Wechselwirkungen entstehen können. Da überrascht es kaum, dass in einer Klinik wegen Überlastung des Netzwerks keine Röntgenbilder mehr übertragen werden, in einer anderen die Arztbriefe wegen falscher IP-Settings im Nirvana verschwinden und in einer dritten 4(!) Ampere auf den Netzwerkkabeln gemessen werden.

Übersicht über die IEC 80001

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Das KIS ein Medizinprodukt?

Mittwoch, 17. September 2008

Letzten Freitag ruft mich Siemens an und will wissen, weshalb ich in meinem CIO-Artikel behaupte, dass ihr neustes KIS ein Medizinprodukt werden würde. Meine Antwort ist einfach: Weil Mitarbeitende von Siemens mir das gesagt haben. Meine Rückfrage, ob diese Information nicht stimmen würde, wird nicht beantwortet. Ein anderer Siemens-Mitarbeiter meint, mein Artikel habe für Wirbel gesorgt, weil die Siemens-Kunden, die Krankenhäuser, von dieser Klassifizierung direkt betroffen seien. Ob ein KIS ein Medizinprodukt ist und was die Folgen für die Betreiber sind, möchte ich Ihnen kurz darlegen.

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Deutschland-Tour

Mittwoch, 03. September 2008

Die letzten Wochen war ich viel unterwegs und habe mich mit einigen Personen getroffen, die ich als Experten für medizinische Software betrachte:

  • Prof. Dr. Jürgen Stettin: Mitautor der Norm IEC 62304 über Software-Lebenszyklusprozesse
  • Dr. Markus Wagner: Lead-Auditor beim Product Service des TÜV SÜD und
  • Armin Gärtner: Verantwortlicher bei den Sana-Kliniken für die Telemedizin.
Über diese Gespräche möchte ich Euch in unregelmäßigen Abständen informieren. Der erste Beitrag folgt sogleich.